Economiesuisse sieht Exportsektor 2026 unter Druck
(CONNECT) Die Schweizer Wirtschaft wird laut einer Einschätzung von economiesuisse auch 2026 unterdurchschnittlich wachsen. Der Dachverband der Wirtschaft rechnet mit einem Wachstum von 1,0 Prozent nach einer Steigerung von 1,2 Prozent im laufenden Jahr.
Insbesondere der Exportsektor steht unter Druck. Mit der Tech-Industrie, der Uhrenindustrie, Textil und Chemie rechnen gleich mehrere grosse Exportbranchen mit sinkenden Auslandsumsätzen. Pharma und Medtech dagegen erwarten ein anhaltendes, wenn auch schwächeres Wachstum. Die wichtigen Dienstleistungsbranchen – Banken, Grosshandel und Tourismus – erwarten steigende Umsätze.
Die Binnenwirtschaft bleibt gemäss den Erwartungen von economiesuisse stabil. So kann die Bauwirtschaft trotz schwächelnden Tiefbaus zulegen. Der Wohnungsbau bleibt dank niedrigen Zinsen und hoher Nachfrage stark, die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen steigen. Der private Konsum bleibt dank steigender Reallöhne stabil, der staatliche Konsum nimmt weiter zu.
Der Arbeitsmarkt wird von einem sinkenden Fachkräftemangel geprägt. Die Arbeitslosigkeit steigt nur leicht von 2,8 auf 3,0 Prozent.
Die Abschwächung der Wirtschaft wird vor allem von der weltwirtschaftlichen Unsicherheit geprägt. Die Wirtschaft in den USA und in China wird durch den Staat gestützt, beide wachsen robust. Die unmittelbaren Nachbarländer der Schweiz wachsen nur schwach. Insgesamt verharrt das globale Wachstum bei 3 Prozent. ce/ug