Bundesrat will nachhaltigen Finanzplatz

26. Juni 2020 13:38

Bern - Die Schweiz soll nach dem Willen des Bundesrats zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzdienstleistungen werden. So sollen etwa Umwelt- und Klimainformationen für Finanzprodukte und Unternehmen vergleichbar werden. Zudem müssen finanzielle Umwelt- und Klimarisiken bepreist werden.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 24. Juni einen Bericht und Leitlinien zur Nachhaltigkeit im Finanzsektor verabschiedet. Laut einer Medienmitteilung hat der Bund zum Ziel, die Schweiz zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzdienstleistungen zu machen. Gleichzeitig will er die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz verbessern. Er müsse im Rahmen der Schweizer Nachhaltigkeitsziele agieren und dabei stabil und vertrauenswürdig bleiben. 

Mit seinen Leitlinien hat der Bundesrat nun den Rahmen dafür abgesteckt. Demnach sollen Marktteilnehmer bessere und vergleichbare Umwelt- und Klimainformationen für Finanzprodukte und Unternehmen einschliesslich der Banken erhalten. Das Reporting muss sich künftig an einer „nachvollziehbaren und effektiven Erreichung der Nachhaltigkeitsziele im Sinne der Agenda 2030" orientieren. Auf der Angebotsseite hält der Bund drei Faktoren für zentral: informierte Beratung, ein hoher Aus- und Weiterbildungsstand sowie effizient auf die Erreichung der Schweizer Nachhaltigkeitsziele ausgerichtete Produkte.

Zudem sollen künftig finanzielle Risiken aus Umwelt- und Klimaentwicklungen erfasst und bepreist werden, sowohl mit Blick auf die Übergangsphase wie auf langfristige Perspektiven. Insgesamt spiele die Nutzung digitaler Geschäfts- und Analysemodelle eine grundlegende Rolle. Darüber hinaus setze sich die Schweiz weiterhin für den Erhalt der Exportfähigkeit qualitativ hochstehender Finanzdienstleistungen ein. Deshalb seien internationale Entwicklungen, „insbesondere in der EU“, eng zu verfolgen.

Wie es weiter heisst, pflegten die Behörden einen engen Dialog mit der Finanzbranche, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Von der Branche würden „zwecks Qualitätssicherung Anstrengungen und Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit“ erwartet.

Die drei Branchenverbände Bankiervereinigung (SBVg), Swiss Funds & Asset Management Association (SFAMA) und Schweizerischer Versicherungsverband (SVV) sowie Swiss Sustainable Finance (SSF) begrüssen in einer gemeinsamen Mitteilung den Bericht und die Leitlinien des Bundesrates. Sie unterstützen dessen Ziel, „optimale Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen und wettbewerbsmässig gestärkten Finanzplatz Schweiz zu schaffen“. Dieser solle als führender Standort für einen nachhaltigen Finanzmarkt positioniert werden.

Die Klima-Allianz Schweiz kritisiert dagegen, dass der Bundesrat auf Freiwilligkeit, Transparenz und Vergleichbarkeit der Informationen setze. „Damit vergibt sich der Bundesrat, dass der Finanzsektor seinen essentiellen Beitrag zur Erreichung der globalen Klimaziele leistet“, heisst es in einer Mitteilung des Zusammenschlusses von 90 Organisationen. mm 

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01. Juli 2020 11:33

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30. Juni 2020 15:02

Bern - Ein Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und den Mercosur-Staaten würde nur geringe negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Auch die Schweizer Produzentenpreise und Produktion werden kaum beeinflusst. Dies zeigen zwei vom Bund in Auftrag gegebene Studien.

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24. Juni 2020 14:03

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Brüssel - Die Schweiz liegt in Sachen Innovation vor allen EU-Ländern. Im diesjährigen European Innovation Scoreboard der EU-Kommission belegt sie erneut den Spitzenplatz. Punkten kann sie unter anderem mit ihrer Forschungsinfrastruktur und ihrem Humankapital.