Was Berset zur Klimakatastrophe hätte sagen können...

02. Dezember 2020 11:33

Der Bundesrat engagiert sich derzeit mit allen Mitteln für die Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Argumente, die er dafür benutzt, könnten ebenso gut für die Eindämmung des Klimawandels verwendet werden. Manuel Flury legt sie Alain Berset in den Mund.

Bundesrat Alain Berset hat sich am 23. Oktober im Tagesgespräch von Radio SRF zur COVID19-Krise in der Schweiz geäussert. Dabei sprach er viele Aspekte an, die nicht nur für die Bewältigung der Pandemie gültig sind. Das Transkript ist kein 100-prozentiges, der Sinn der Sätze bleibt jedoch erhalten. Allfällige Ergänzungen sind in eckige Klammern gesetzt. Kursiv steht, was er analog zur Bewältigung der Klimakatastrophe hätte sagen können:

„Es stimmt, die Situation ist sehr, sehr ernst zu nehmen. Sie hat sich stark verschlechtert. Wieso diese plötzliche Verschlechterung? Diese massive Hitzewelle über ganz Mittel- und Nordeuropa? Es gibt unterschiedliche Antworten, mehrere Gründe dafür. Bei klimatischen und allgemein ökologischen Veränderungen gibt es einen Moment, einen Schwellenwert, … es kann plötzlich explodieren … es kann sich beschleunigen … einen Kippwert erreichen, bei dem ein kontinuierlicher Anstieg der Temperaturen beispielsweise sprunghaft markanter wird … dies bleibt eine Tatsache.

Der Bundesrat hat am Sonntag eine Sitzung abgehalten, wegen der ‚besonderen Situation', die wir sehr ernst nehmen. Wir brauchen einige Monate um zu beobachten. Wir versuchen einen guten Weg zu finden ohne Verbote aller fossilen Brennstoffe in Industrie, Hausfeuerung und Verkehr. Das ist eine Gratwanderung, wir hoffen schwer, dass es gelingt. Die Gratwanderung bleibt wichtig, den Weg finden um den Schaden durch Einschränkungen in der Grundversorgung in unserem Land und darüber hinaus zu minimieren.

Immer wieder mit einer unbekannten Situation wie dem Unterbruch der Trinkwasserversorgung und den zerstörerischen Hangrutschen letzten Dezember nach einer Woche mit tropischen Regen konfrontiert zu sein … es kann auch mühsam sein für die Leute … Ungewissheit, Unsicherheit … ja es ist mühsam ... ist die Realität … ist einfach so.

Die einen sagen, die Behörden machen und machten während Jahren und Jahrzehnten eindeutig zu wenig, die anderen behaupten weiterhin, das Ganze sei nicht so eine riesige Bedrohung. Wir wissen aber, die Sterberate bei älteren Menschen aber auch bei Kleinkindern ist bei diesem Wetter x-mal grösser … es gibt besondere Menschen die besonders stark betroffen sind bei uns in den Bergen oder in anderen Ländern in den Slums der Megacities.

Wir waren von den Besten in Europa, haben schon vor Jahrzehnten den Umweltschutz gross geschrieben und wichtige Umwelttechnologien entwickelt, aber plötzlich hat sich die Lage sehr rasch verschlechtert, wir sind ins Hintertreffen geraten, die Solar- und andere umweltfreundliche resp. CO2-neutrale Technologien wollten und wollten nicht Fuss fassen und die Investitionen in fossile Industrien blieben hartnäckig bestehen, wenn auch auf einem geringeren Niveau. Es ist schwierig zu beurteilen wieso. Hat uns die Entwicklung auf dem falschen Fuss erwischt? Aber im Moment: was machen wir?

Ich bin kein Klimaphysiker … es gibt eine ziemlich einheitliche Meinung in der Wissenschaftsgemeinschaft … sie sagt eindeutig und sagt es seit vielen, vielen Jahren … es ist eine ernsthafte Situation … [wir sollen] nicht übertreiben aber nicht unterschätzen. [Es heisst nicht] dass die Wissenschaftler*innen schweigen sollen, sie sollen sich in der Öffentlichkeit äussern, ihre Einschätzungen und Ratschläge abgeben … wir [die Politiker*innen] profitieren … und sie begleiten unsere Arbeit. [Wir tragen] Verantwortung für die Politik, [das Wissen der Wissenschaft] zu integrieren, Entscheide zu treffen. Der Bundesrat macht keine wissenschaftliche Analyse, er braucht den engen Kontakt mit der Wissenschaft. Der Gesamtbundesrat ist verantwortlich für die Entscheide … verhältnismässig … dies ist nicht immer einfach ... es gibt grosse Differenzen zu anderen Leuten. Die Auseinandersetzung mit der Wissenschaft ist gut, es gilt die Meinungsfreiheit.

Wir leben nicht in einer perfekten Welt, nicht in einer Bilderbuchwelt … die Realität ist komplex … [wir müssen] mit der Unsicherheit umgehen lernen, dass wir nicht genau wissen, warum die Hitzewelle gerade in diesem Jahr eingetroffen ist oder ob und wieviel genau die Rationierung der fossilen Brennstoffen zur Dämpfung der Klimaerwärmung beitragen wird … die Lebens-Qualität [gilt es zu] sichern … auch einen guten Schutz für die älteren Leute, für die Menschen in den Berggebieten und entlang der Flüsse [gewähren] … wir müssen einen Weg finden, mit Vernunft …

Wir haben nicht gewusst, was auf uns kommt mit den Hitzewellen und den starken Unwettern … wir haben aber dann gesehen, was passiert, wenn das System überlastet ist, die Zehntausenden von Menschen die aus dem Wallis, dem Tessin, dem Berner Oberland und aus Graubünden flüchten mussten und im Mittelland Schutz suchten. Und jetzt die Bauernbetriebe, deren Ernten praktisch zu hundert Prozent ausgefallen sind, was Triage bedeutet, wer Zugang hat zu einer Notunterkunft, zu Nahrungsmitteln und wer nicht.

[Wir kommen] schleichend an Grenzen, der Schaden wird grösser … [Wir müssen] jetzt einfach alles tun um den CO2-Ausstoss und denjenigen anderer Treibhausgase zu bremsen! Dies funktioniert nur, wenn die Leute wirklich mitmachen … umsetzen alles, was wir gelernt haben. Wir haben nicht mehr viel Zeit um Massnahmen zu ergreifen, zum Schutz unserer Bevölkerung und unserer Lebensgrundlagen. [Aber] wir denken immer wieder an die Technik, an umwelttechnische Lösungen. Dies ist nicht das Problem, sondern das Personal, das Wissen und die Erfahrungen, wie wir am besten mit diesen Auswirkungen des Klimawandels umgehen können. Dies ist, was uns Sorgen macht. Deswegen ist es auch gut, wenn die Schulen und Universitäten und alle Bildungseinrichtungen sich und die Kinder, die Jugendlichen und alle Menschen gut vorbereiten können. [Wir müssen] bereit sein für den Moment wo sich die Lage zuspitzt.

In einer Krisensituation muss man nie etwas aus Prinzip ausschliessen, auch nicht ein vollständiges Verbot aller fossiler Brennstoffe in Industrie, Hausfeuerung und Verkehr. Wir leben nicht in einer perfekten Welt … wir müssen deswegen alles tun, um diese schwierigsten Massnahmen zu verhindern … einen Punkt finden, wo wir ein bisschen langsamer leben … aber weiterhin leben … den Schaden für die künftigen Generationen zu minimieren...“

Auf die Frage der Radiomoderatorin, was es für ihn bedeute, oberster Verantwortlicher zu sein, sagt Bundesrat Alain Berset: „Oberster Verantwortlicher zu sein ist für mich sehr anspruchsvoll“. Er schiebt nach: „… aber auch eine Ehre. Fast jede Nacht erwache ich und frage mich, was jetzt zu tun sei. Wir zweifeln immer, was wir tun. In einer Krisenbewältigung sind wir immer wieder mit Fehlern konfrontiert. Wichtigstes ist nicht Fehler in jedem Fall zu vermeiden. Sonst macht man nichts mehr. Das Wichtigste ist, wenn sowas passiert, so rasch wie möglich zu erkennen und zu korrigieren.“

Es sind bemerkenswerte Überlegungen, die es auch im wirklichen politischen Geschehen auf die Klimakrise zu bedenken und anzuwenden gilt.

 

Manuel Flury-Wahlen ist ausgebildeter Geograph, pensionierter Mitarbeiter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und Grossvater. Er bleibt an allen Zukunftsfragen interessiert, ist Berater in Fragen der Internationalen Zusammenarbeit und einer sozial und ökologisch verantwortlicheren Schweiz.

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