Economiesuisse fordert Abbau der Bürokratie
(CONNECT) Die Schweiz soll ihre wirtschaftspolitische Offenheit auch in Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheit und des zunehmenden Protektionismus beibehalten. Das hat economiesuisse laut einer Mitteilung an der Jahresmedienkonferenz gefordert.
Es brauche sowohl das Handelsabkommen mit den USA als auch die Bilateralen III mit der EU sowie Freihandelsabkommen etwa mit dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur. „Offenheit bedeutet in der Aussenwirtschaftspolitik insbesondere auch eine möglichst breite Diversifizierung der Handelsbeziehungen“, sagte Christoph Mäder, Präsident des Wirtschaftsdachverbandes, laut Redetext. Dagegen lehnt er die 10-Millionen-Schweiz-Initiative der SVP ab, die eine Beschränkung des Bevölkerungswachstums fordere. Mäder spricht von einer „Art Käseglocke über der Schweizer Bevölkerung“.
Economiesuisse hat sich den Abbau von Regulierungen als einen Schwerpunkt seiner Arbeit 2026 gesetzt. „Der Standort Schweiz braucht eine Fitnesskur im Sinne eines konsequenten Bürokratieabbaus“, so Mäder. Bei Themen wie Baubewilligungen und der Digitalisierung von Behördenprozessen habe es die Schweiz in der Hand, ihre Abläufe zu entschlacken. In der Schweiz seien Bürokratiekosten von 30 Milliarden Franken vermeidbar.
Der Dachverband wendet sich auch gegen einen weiteren Anstieg der Staatsschulden. Dazu brauche es neben der Ablehnung der Klimafonds-Initiative, über die am 8. März abgestimmt wird, auch das Entlastungspaket 27. „Denn nur so kann die Grundlage für den Haushaltsausgleich und die stabile Entwicklung der Bundesfinanzen in den nächsten Jahren gelegt werden“, wird Direktorin Monika Rühl in ihrem Redetext zitiert. Da sei das Bundesparlament gefordert. ce/ug