U-blox untersucht Zusammenspiel von LEO-Signalen und GNSS
(CONNECT) U-blox untersucht im Rahmen des Navigation Innovation and Support Program (NAVISP), Element 2 (EL2), die Rolle von LEO-Signalen in mehrschichtigen Positionierungsarchitekturen. Das Programm wird laut einer Mitteilung des Anbieters von Positionierungs- und Kurzstreckenkommunikationstechnologien für die Automobil-, Industrie- und Konsumgütermärkte von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) kofinanziert.
Im Rahmen des Projekts untersucht u-blox unter anderem die Beobachtung und Charakterisierung neuer LEO-Signale, die Analyse ihres Zusammenspiels mit GNSS-Messdaten sowie die Auswirkungen der dynamischen Satellitengeometrie auf die Positionsgenauigkeit. Darüber hinaus werden verschiedene Systemansätze zur Integration von LEO-Signalen in künftige Plattformen analysiert, unter anderem im Hinblick auf die Einbindung in die GNSS-Plattform X20.
Hintergrund des Projekts ist die zunehmende Bedeutung von LEO-basierten Signalen als Ergänzung zu etablierten GNSS-Systemen wie Galileo. Aufgrund ihrer geringeren Umlaufhöhe bieten LEO-Satelliten stärkere Signale und eine sich schnell verändernde Satellitengeometrie. Diese Eigenschaften können die Leistungsfähigkeit von Positionierungssystemen insbesondere hinsichtlich Konvergenzgeschwindigkeit, Robustheit und Genauigkeit unter schwierigen Empfangsbedingungen verbessern. GNSS bleibt dabei weiterhin die Grundlage globaler Positionsbestimmung.
Einen wichtigen Schritt stellt der Start der ersten beiden LEO-Satelliten der Celeste-Mission (IOD-1 und IOD-2) durch die ESA am 28. März 2026 dar. Damit wurde ein erster Schritt unternommen, Navigationssignale aus niedrigen Erdumlaufbahnen in operative Positionierungssysteme zu integrieren.
„Unsere Arbeit im Rahmen von ESA NAVISP hilft uns, besser zu verstehen, wie neue Signalquellen GNSS ergänzen und zu einer robusteren und zuverlässigeren Positionsbestimmung beitragen können“, wird Jani Käppi zitiert, Leiter Technologie Positionierung bei u-blox. ce/ja